02.- 04.12.2011 - Konzertreise nach Prag

 

Zum Reinhören:  

Die wunderbare Akustik im Veitsdom lässt uns in Hochform Die Ehre Gottes aus der Natur vortragen. Ein beeindruckendes, einmaliges Erlebnis für den Chor! Viele dankbare Zuhörer hatten wir auch beim Singen auf dem Weihnachtsmarkt. Mit unseren Liedern eroberten wir die Herzen der Besucher. Begeistert nahmen sie auch das afrikanische Siyahamba auf und dankten mit viel Applaus.

Wenn einer eine Reise tut…  

Freitagfrüh kurz nach 5:00 Uhr: Der Bus mit der Fahrerin Michaela steht parat. Die ersten Liederkränzler kommen schon, um das vorbereitete Frühstück einzuladen.
Nach und nach wird es lebhaft vor der Mannaberghalle, so dass es pünktlich um 6:00 Uhr mit 48 "Insassen" los geht – ab auf die Autobahn nach Prag.
Die Fahrt ist kurzweilig, erste Lieder werden bald gesungen und schon heißt es: "Aussteigen – es ist gedeckt!"
Die Reiseschar erwartet ein abwechslungsreiches Frühstück. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, die ersten Sektkorken knallen. Sängerin Corinna Gottmann überrascht mit leckeren Lachsröllchen. Danke!
Gut gestärkt geht es weiter Richtung Grenze, noch ein kurzes Päuschen und um 13:30 Uhr konnte im Hotel "City Club" eingecheckt werden.
Bereits um 14:30 Uhr wird die Gruppe von der Reiseleiterin "Suzanna" erwartet. Mit ihr verbringt sie die nächsten beiden Tage. Ein wahrer "Glücksgriff", sehr sympathisch, spricht super Deutsch und erzählt alles andere als langweilig. Los geht es zur Stadtführung in der Neustadt (Nové Mésto) und Altstadt (Staré Mésto). Zu Fuß erkundet die Gruppe, mit vielen Fotoapparaten bewaffnet, diesen Teil von Prag: Wenzelsplatz mit dem Reiterdenkmal des hl. Wenzel, Lucerna-Passage, Nationalmuseum, Platz der Republik, Karlsplatz, Karlsgasse, Nationaltheater, Karlsbrücke. Natürlich wird beim großen Weihnachtsmarkt ein Glühwein getrunken, bevor man sich für den Böhmischen Abend rüstet. Dieser findet bei original böhmischem Essen statt. Zwei "böhmische Musikanten" geben ihr Bestes und Dirigent Konrad Knopf hat Sorge, dass die Sängerschar am nächsten Morgen heißer sein könnte, denn sie singt aus voller Kehle. Dieser kommt für manchen schneller als gewünscht, denn bereits um 9:00 Uhr geht es los per Bus zum "Hradschin" – Prager Burg. Auch hier erfährt die Gruppe viel über Geschichte und Kultur von der reizenden Suzanna. Spontan geben die Sängerinnen und Sänger dann ein Ständchen im Innenhof vor dem Veitsdom. Es ist kaum zu glauben, in Sekunden ist es dort mucksmäuschenstill und alle lauschen den Klängen des Liederkranz. Ein schönes Erlebnis. Mittags heißt es dann für die 35 Sängerinnen und Sänger Einsingen für das bevorstehende Konzert auf dem Weihnachtsmarkt. Es hängen Plakate, auf denen der Liederkranz Rauenberg angekündigt wird. So findet sich auch ein großes interessiertes Publikum ein, obwohl im Freien und bei Kälte, und der Chor erntet nach einem 45-Minuten-Konzert viel Applaus. Mit Glühwein und Grog wärmen sich die Sängerinnen, Sänger und Zuhörer wieder auf. Abends gibt es das "Abschlussessen" im Strahov Monastery bei der Prager Burg. Auch hier geht es gleich zünftig zu, es wird gesungen, getanzt und viel gelacht. Zwar fährt der Bus früh zurück, aber zu früh zum Schlafengehen. Deshalb treffen sich alle im Foyer im Hotel, um noch ein bisschen zu feiern. Na Zdravi! – Prost! Zwei Massagestühle dort tun ihr Bestes um die Stimmung weiter aufzuheizen. Die Nacht leider wieder zu kurz, denn am Sonntagmorgen heißt es bereits um 7:30 Uhr Frühstück, Koffer packen, Abfahrt zum Veitsdom.
Dies ist für die Sängerinnen und Sänger der Höhepunkt der Reise – Umrahmung des Gottesdienstes im Dom St. Veit. Dort angekommen wartet der Chor gespannt bis zum Eintreffen des Organisten. Dieser kommt knapp vor dem Gottesdienst, strahlt eine Ruhe aus und sagt immer wieder zu Konrad Knopf "no problem", denn er soll den Chor bei den Liedern "Die Himmel rühmen" und "Ave Verum" begleiten. Gesungen wird von der Empore in "windiger Höhe". Und es ist wirklich kein Problem, sehr einfühlsam und gekonnt spielt er die Orgel mit Blickkontakt zu Konrad Knopf, der Chor reagiert konzentriert auf sein Dirigieren. Es ist ein gigantisches Gefühl, der Klang imposant – einfach unbeschreiblich. Dies bestätigen auch die Zuhörer, die unten sitzen.
Danach heißt es nun endgültig – auf zur Heimreise. Suzanna hat Tränen in den Augen, als ihr Gaby Hertenstein für die tollen Führungen dankt und ihr ein "kleines Geldgeschenk" überreicht. Ihr hat es wohl auch sehr viel Spaß gemacht.
Auf der Heimfahrt ist erst einmal Stille, es ertönen keine Lieder, Schlaf wird nachgeholt oder über das Erlebte erzählt.
Mit vielen verschiedenen Eindrücken erreicht der Bus mit zufriedenen Liederkränzlern um 18:00 Uhr Rauenberg. Wolfgang Schneckenberger dankt im Bus allen, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben – Schön war´s!
Geheime Stimmen wurden laut – die nächste Konzertreise sei bereits in Planung. Dann harren wir der Dinge…und freuen uns schon…


A+C