125 Jahre Liederkranz Rauenberg / Jubiläumskirchenkonzert am 09.11.2014

125 Jahre Liederkranz  

Galerie Jubiläumskonzert

125 Jahre – GV Liederkranz Rauenberg – Jubiläum mit grandiosem Kirchenkonzert beendet
Begeisternder Gesang, gefühlvolle Balladen, mitreißende Rhythmen  

Sonntag, 9. November 2014, 16:30 Uhr: herrlicher Sonnenschein, eine wunderschöner Herbsttag, Jubiläumskonzert des GV Liederkranz Rauenberg als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten und die Kirche füllte sich ca. 1 Stunde vorher bis auf den letzten Platz zur Freude der Aktiven und Verantwortlichen.
Friede auf Erde – Peace on Earth – unter diesem Motto stand dieses einmalige Kirchenkonzert, für das die beiden Dirigenten Konrad Knopf, der die musikalische Gesamtleitung hatte, und Sabine Stier ein abwechslungsreiches stimmiges Programm zusammengestellt hatten.
Aber wieder zurück - 16:30 Uhr: Die vielen Besucher hatten den Blick selbstverständlich nach vorne gerichtet und bewunderten die wunderschöne Dekoration, für die unsere aktive Sängerin Sibylle Proessdorf verantwortlich war. Dafür ein dickes großes Lob und "Danke"! Von den Chören nichts zu sehen. Doch pünktlich, wie aus dem Nichts, ohne Ankündigung, ertönten imposante Klänge aus der mächtigen Rauenberger Orgel gespielt von Michael Seibel. Mit dem Allegro aus der Symphonie Nr. 5 von Charles-Marie Widor, in einem von Dirigent Konrad Knopf bearbeiteten Chorsatz, eröffneten die Sängerinnen und Sänger des GV Liederkranz und ChORAZÓN das Jubiläumskonzert. Ein wunderbares Opening für ein Konzert der Extraklasse

Nach dem letzten Ton nahm der Nachwuchs des Liederkranz sehr diszipliniert und ruhig Aufstellung am Altar. Ellen Rößler begrüßte die Gäste sehr herzlich und ließ bei ihrer Begrüßung das Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren. Die Ehrungsmatinée im Februar 2014 sowie das "Saturday Chor Fever" im Juli 2014, was sicher jedem noch Erinnerung ist. Höhepunkt für die Sängerinnen und Sänger war jedoch das Kirchenkonzert, das unter dem Motto "Friede auf Erde" stand. Das Thema war sehr bewusst gewählt "Wir wollen mit diesem Konzert einen kleinen Beitrag zum Frieden leisten und zum Nachdenken anregen." Sie dankte dem Hausherrn Pfarrer Viedt für die Überlassung der Kirche. Erwar leider verhindert war und konnte nicht anwesend sein.

Der Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Sabine Stier begeisterte vom ersten Ton an. Mit den Liedern "Salz sein, Licht ein, Christ sein", "Hör in den Klang der Stille" und "We are the world" stellten sie ihr Können einmal mehr unter Beweis. Sabine Stier wagt sich mit ihren Kindern und Jugendlichen an Literatur, von der andere Leiter von Kinder- und Jugendlichen wohlweislich die Finger weglassen. Sehr klare reine Stimmen, sowie die selbstverständliche Mehrstimmigkeit auch bei den Kleinsten überzeugte das Publikum und langanhaltender Applaus war der Dank.
Sophia Hotz las dann einen passenden Text mit dem Titel "Weltfrieden", der die Zuhörer zum Nachdenken animieren sollte.
Nahezu unbemerkt stellten sich währenddessen die Sängerinnen und Sänger von Liederkranz und ChORAZÓN hinter die Kinder und Jugendlichen und Konrad Knopf übernahm das Dirigat. Zum Vortrag kam sehr gefühlvoll das Lied "One Song", das Lied, welches die Feierlichkeiten über das ganze Jubiläumsjahr hindurch begleitet hatte. Mit "Da Pacem", bei dem 6 Jugendliche von Singing Voices das Solo mit einer Leichtigkeit übernahmen, verabschiedete sich der Kinder- und Jugendchor vorerst. An der Geige überzeugte hier Roland Bierwald, der mit viel Gefühl begleitete. Es ertönten dann ungewohnte Klänge in der Rauenberger Kirche. Volker Längle schritt mit seinem Dudelsack den Mittelgang entlang und bereitete auf das nächste Lied vor. Die Sängerinnen und Sänger des Liederkranz stimmten in das bekannte "Amazing grace" ein – ein A-capella-Stück, das sie mit sehr viel Gefühl und Herzblut zum Vortrag brachten. Mit "Vater unser" sangen sie sich dann ohne Umwege in die Herzen der Zuhörer. Gaby Hertenstein regte mit dem Text "Zwei Wölfe" erneut zum Nachdenken an.

Direkt im Anschluss (hier sangen die beiden Erwachsenenchöre gemeinsam) wurde deutlich wie flexibel und vielseitig das Repertoire ist, denn schwungvoll und mit rhythmischer Präzision präsentierten sie "Exsultate Cantamos Festivo", um danach mit "His name will shine" sehr einfühlsam und mit einer wunderbaren Dynamik erstes Gänsehautfeeling zu erzeugen. Christian Mühlbauer glänzte hier mit seiner angenehmen Solostimme.
Alexandra Hotz leitete mit dem Text "Ich kann nicht Frieden machen auf der ganzen Welt" über zu dem nächsten Programmabschnitt, bei dem ChORAZÓN sein Können unter Beweis stellte.

Die Liedauswahl sehr vielseitig – Konrad Knopf immer bedacht auf Qualität auf hohem gesanglichen Niveau – die ChORAZÓNis hoch motiviert und konzentriert.
Mit "Angel", ein Song von Sarah McLachlan, wurde einmal mehr klar, wie Konrad Knopf es versteht passend zu interpretieren und wie es den Sängerinnen und Sänger gelingt, dies auch umzusetzen. Die feinfühlige Darbietung und der emotionale Höhepunkt wurde mit großem Beifall belohnt.
Dass ChORAZÓN aber auch anders kann, ist kein Geheimnis mehr und weit über die Grenzen bekannt. Gesang und Choreographie – kein Problem. "Put a Little Love in Your Heart" und "Michael Row the Boat" luden die Gäste zum Mitschnippen und Klatschen ein. Dazwischen las Luisa Dehnelt einen Text, natürlich wieder passend zum Motto des Konzerts.
Die Premiere mit dem Stück "Aint Judgin´No Man" meisterte ChORAZÓN mit Bravour und man konnte sich vorstellen, wie viel "harte" Probenarbeit hier investiert wurde.
Ob Intonation, Dynamik, Rhythmik, Phrasierung oder Chorklang – der Chor erwies sich als sehr diszipliniert und ausdrucksstark.

"Come, Now Is The Time To Worship": auch hier bewies Konrad Knopf einmal mehr, sein Gefühl für die passende Umsetzung. Denn kurzerhand änderte er einen Teil des Liedes, in dem er den bekannten deutschen Text von "Lobe den Herren" einsetzte.

Mit der Popversion des "Halleluja" von Händel verabschiedete sich ChORAZÓN von einem begeisterten Publikum. Dieses Stück verlangt den Sängerinnen und Sänger alles ab. Eine schwierige Rhythmik, Tonfolgen über mehrere Oktaven, ein Textkreuzfeuer – der Chor präsentierte sich in bester Singlaune.

Nach nahezu 2 Stunden neigte sich das Konzert dem Ende zu. Ellen Rößler sprach die Schlussworte, dankte unter anderem Bürgermeister Frank Broghammer und seiner Frau sehr herzlich für ihr Kommen und natürlich den vielen Gästen für ihre Unterstützung.
Mit dem Lied "Let There be Peace" verabschiedeten sich die drei Chöre eindrucksvoll von einem begeisterten Publikum. Konrad Knopf und Sabine Stier verstanden es wieder einmal meisterhaft die Generationen zu vereinen. Der Beifall wollte nach diesem Stück kaum mehr enden. Gerne erfüllten die Sängerinnen und Sänger den Wunsch nach Zugabe. Am Ende zogen alle singend mit "Clap Your Hands" aus, die Kinder verteilten kleine Engelschokolade als Zeichen des Friedens.

Begleitet wurde der Chor von begnadeten jungen Musikern, die es verstanden, sich nicht in den Vordergrund zu drängen. Wenn es auch nicht immer leicht war, sich auf den Chor zu den verschiedenen Rhythmen und Klängen einzustellen, haben sie dies hervorragend gemeistert, denn dies ist für eine Band immer eine zusätzliche Herausforderung. Dafür noch einmal von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Dies waren Martin Pfeifer (Bass), Steffen Schuhmacher (Klavier) und Axel Gerner (Schlagzeug).

Zu erwähnen ist noch die einmalige Beleuchtung, die die Chöre immer wieder anders wirken ließ, natürlich immer passend zu den jeweiligen Liedern und Texte. Dies kam beim Publikum außerordentlich gut an und hinterließ bei allen einen bleibenden positiven Eindruck.

Herzlichen Dank an alle, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieses unvergesslichen Konzerts beigetragen haben. Möge sich jeder Betroffene angesprochen fühlen!
Herzlichen Dank unseren Gästen für ihr Kommen, ihren Applaus und die großzügigen Spenden am Ende des Konzerts! Ohne sie wäre eine weitere erfolgreiche Chorarbeit kaum möglich.